Dominikus-Ringeisen-Werk
Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen

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Soziale Arbeit: „Mehr wert als ein Danke“

Sozialträger wie das Dominikus-Ringeisen-Werk fordern bessere Arbeitsbedingungen, gerechteren Lohn und mehr Wertschätzung für Beschäftigte

„Die Krise zeigt, wie wichtig und unverzichtbar unsere Arbeit für die Gesellschaft ist“, sagt Altenpflegerin Natalie Radionow
Wolfgang Tyrychter leitet das Vorstandsressort „Teilhabe und Assistenz“ im Dominikus-Ringeisen-Werk

U r s b e r g / 14. Mai 2020 – Mit der Initiative „Mehr wert als ein Danke“ setzt sich das Dominikus-Ringeisen-Werk gemeinsam mit weiteren Stiftungen, Unternehmen und Institutionen aus der Sozialwirtschaft für ein besser ausgestattetes Sozial-, Pflege- und Gesundheitswesen ein. Ziel ist es, bis Ende Mai dieses Jahres 50.000 Unterschriften an den Petitionsausschuss des Bundestages zu überreichen. Dafür haben die Initiatoren unter www.mehr-wert-als-ein-danke.de eine Online-Petition gestartet, die noch bis Ende Mai unterschrieben werden kann.

Wenn Natalie Radionow früher von ihrer Arbeit als Altenpflegerin erzählt hat, „dann wurde das halt zur Kenntnis genommen. Einen Wow-Effekt gibt es eigentlich erst seit Beginn der Corona-Pandemie“, sagt die 23-jährige, die eine Wohngemeinschaft für Menschen mit Behinderung in der Fachpflegeeinrichtung St. Vinzenz von Paul in Ursberg leitet. „Die Krise zeigt, wie wichtig unsere Arbeit für die Gesellschaft ist.“ Und dafür brauche es viel mehr Menschen, die in diesem Bereich arbeiten. Die Vergütung spiele dabei eine sehr wichtige Rolle, ist sich Natalie Radionow sicher. „In Verbindung mit höheren Personalschlüsseln wird unsere anspruchsvolle Arbeit attraktiver.“

Das sieht auch Wolfgang Tyrychter, Leiter des Vorstandsressorts Teilhabe und Assistenz im Dominikus-Ringeisen-Werk, so: „Aufgrund der Corona-Pandemie erfahren Berufe in der Sozialbranche gerade viel Aufmerksamkeit und Wertschätzung. Das tut gut.“ Ein Dankeschön alleine reiche jedoch nicht aus, betont er. „Denn seit vielen Jahren klafft die Schere zwischen den politischen und gesellschaftlichen Erwartungen an die Pflege und ihrer Finanzierung immer weiter auseinander.“ Das wird laut Tyrychter bereits an ganz alltäglichen Dingen sichtbar. So fehle beispielsweise die Zeit, um mit jedem Klienten einmal täglich an die frische Luft zu gehen. Das sei nicht im bezahlten Leistungsumfang abgebildet und außerdem gebe es aufgrund der Personalschlüssel dafür zu wenig Mitarbeiter in den Einrichtungen. Noch schlimmer sei es, dass es einer Pflegekraft aufgrund der vorgegebenen Rahmenbedingungen nicht möglich sei, einen pflegebedürftigen Klienten zum Arzt oder ins Krankenhaus zu begleiten. „Diese Situation empfinde ich als unerträglich. Wir brauchen hier eine grundlegende Kehrtwende in der Politik und im gesellschaftlichen Bewusstsein, die den pflegebedürftigen Menschen wieder mehr in den Mittelpunkt stellt“, so Tyrychter.

Ganz konkret sind es drei Forderungen, die die Initiatoren der Initiative formulieren:

Bessere Arbeitsbedingungen für die anspruchsvollen Tätigkeiten in der Sozialwirtschaft. Dazu gehören unter anderem höhere Personalschlüssel und bessere Fachkraftquoten, damit mehr Zeit für die zu betreuenden Menschen bleibt. „Man muss sich bewusst machen, dass unsere Fachkräfte auch so schon rund um die Uhr, am Wochenende und an Feiertagen arbeiten“, sagt Wolfgang Tyrychter. Hinzu kämen die psychischen Belastungen, denen die Mitarbeiter in der Begleitung von Menschen mit Behinderung und Menschen im Alter ausgesetzt seien. Durch den Fachkräftemangel müssten Mitarbeiter oft zusätzlich einspringen. Auf Dauer führe das zu einer Überbelastung.

Auch ein gerechter Lohn führt dazu, dass die Branche attraktiver wird und mehr Menschen einen Pflegeberuf erlernen. Die Initiative fordert deshalb eine deutliche Anhebung des Mindestlohns, eine Durchsetzung von Tarifbindungen in der gesamten Sozialwirtschaft sowie die grundsätzliche Erhöhung der Bezahlung. „Hier ist die Politik gefragt, denn wir als Einrichtung können nur den Lohn ausbezahlen, den wir von den Kostenträgern bekommen“, erläutert Tyrychter.

Außerdem fordert die Initiative mehr Wertschätzung für die geleistete Arbeit. „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen mit hohem persönlichen Engagement dafür, dass es anderen Menschen gut geht. Diese Leistung muss im gesellschaftlichen Bewusstsein verankert werden“, fordert Tyrychter und hofft, dass die Aufmerksamkeit, die die Branche aktuell erfahre, nach der Bewältigung der Pandemie nicht wieder abflacht.

Auf www.mehr-wert-als-ein-danke.de gibt es weiterführende Informationen zur Kampagne und die Möglichkeit zum Unterzeichnen der Online-Petition. Aktuell sind bereits rund 40 Stiftungen, Unternehmen und Institutionen aus der Sozialwirtschaft der Initiative beigetreten.



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