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Eine Drohne im Kampf gegen den Dachstuhlbrand im Mutterhaus

Fünf Feuerwehren und eine Spezialeinheit übten den Ernstfall bei der St. Josefskongregation in Ursberg

Bild von der Drohne: Das "Lager" der Feuerwehren bei der Großübung am Mutterhaus in Ursberg

U r s b e r g / 30. September 2019 – Es ist Nacht und es brennt im Dachstuhl des Mutterhauses der St. Josefskongregation in Ursberg. Besonders betroffen ist der Nordflügel. Hier befindet sich die Pflegestation für die betagten Schwestern. Die Station muss genauso wie das gesamte, riesige Gebäude aus dem frühen 20. Jahrhundert evakuiert werden. Die besondere Herausforderung der Feuerwehr: Die bettlägerigen Schwestern möglichst schnell und trotzdem sicher in die Obhut der Sanitäter übergeben. Gleichzeitig kann der Dachstuhlbrand nur mithilfe von schwerem Gerät bekämpft werden. Drehleitern und Wasserwerfer kommen zum Einsatz.

Die erforderliche enorme Wassermenge wird u. a. mit zwei Schlauchleitungen von jeweils 650 Metern aus dem Mindelkanal in den Klosterhof gepumpt. Neben der Schwestern- und Werkfeuerwehr des Dominikus-Ringeisen-Werks sowie den Freiwilligen Wehren aus Bayersried, Oberrohr, Mindelzell und Thannhausen, kommt eine Drohne der Katastrophenschutzeinheit der „Unterstützungsgruppe örtliche Einsatzleitung“ aus Günzburg zum Einsatz. In aller Hektik bewahrt sie im wahrsten Sinne den Überblick und hilft, den Einsatz zentral vom Einsatzwagen aus zu koordinieren.

Wie ein „drittes Auge“

Alles in allem ein Schreckensszenario, das sich einerseits niemand vorstellen will, das andererseits jedoch von Feuerwehren und Bewohnern des Mutterhauses durchgespielt und geübt werden muss. Denn so ähnlich könnte es im Ernstfall ablaufen, der am letzten Donnerstagabend im Klosterhof in Ursberg simuliert wurde. Dabei waren insgesamt 135 Feuerwehrfrauen- und Männer im Einsatz. „In dieser Übung zeigte sich wieder einmal, wie wichtig die enge Zusammenarbeit zwischen der Schwestern- und Werkfeuerwehr sowie den Freiwilligen Feuerwehren ist, gerade bei Objekten in dieser Größe“, sagte anschließend Michael Joas, der Kommandant der Schwestern- und Werkfeuerwehr. „Die Ortskunde der internen und die Schlagkraft der umliegenden Feuerwehren sind bei solchen Szenarien von großer Bedeutung. Gerade die Unterstützung einer Drohne ist bei dieser Einsatzgröße für die Einsatzleitung eine sehr gute Erweiterung. Sie ist wie ein ‚drittes Auge‘.“

Die Schwestern- und Werkfeuerwehr des Dominikus-Ringeisen-Werks

In der Schwestern- und Werkfeuerwehr am größten Standort des Dominikus-Ringeisen-Werks engagieren sich 31 aktive Frauen und Männer sowie drei Schwestern. Sie haben ca. 50-70 Einsätze im Jahr. Alleine 9.000 automatische Rauchmelder sind in den Einrichtungen für Menschen mit Behinderung in Ursberg verbaut.

Ihr Ansprechpartner:

Dominikus-Ringeisen-Werk

Schwestern- und Werkfeuerwehr

Kommandant

Michael Joas

08281 92-2200

michael.joas(at)drw.de

 

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