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Ein Lehrer für Kinder mit geistiger Behinderung, der Maßstäbe setzte

Konrad Bestle verlässt nach 39 Jahren das Förderzentrum in Ursberg

Standing Ovations für ein Lebenswerk: Konrad Bestle im Kreis von Familie und Gästen der offiziellen Verabschiedung.
Drei Generationen Schulleiter am Förderzentrum geistige Entwicklung: Sonderschulrektorin Christiane Nerb übernimmt die Schulleitung von Konrad Bestle. Er hatte dieses Amt 1987 von Sr. M. Evangelista Höfer CSJ übernommen.

U r s b e r g / 25. Juli 2019 – Konrad Bestle ist nach 39 Jahren im Schuldienst, davon 32 Jahre als Schulleiter des privaten Förderzentrums mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung in Ursberg in den Ruhestand verabschiedet worden. 1980 kam Konrad Bestle als Sonderschullehreranwärter an die damalige „Sondervolksschule für geistig Behinderte“. Bereits 1984 wurde er stellvertretender, drei Jahre später sogar Schulleiter. Dieses Amt übernahm er von Sr. M. Evangelista Höfer CSJ von der St. Josefskongregation. Bestle war damit der erste weltliche Leiter dieser Schule und das bereits mit Anfang 30.

„Für dieses Vertrauen und den Freiraum bin ich der St. Josefskongregation sehr dankbar“, sagte Bestle bei seiner Verabschiedung. Er wusste dieses Startkapital zu nutzten, baute die Schule weiter aus, kämpfte mit Behörden um deren Ausstattung und für das Recht geistig behinderter Kinder auf einen Sonderschulplatz. Was ihn antrieb war die stetige Suche nach der besten Förderung jedes einzelnen Kindes, sowohl im therapeutisch-pädagogischen wie im seelischen Bereich. „Wir sind keine Schule, die man sich freiwillig aussucht“, sagte er. „Bei uns zählen die individuellen Erfolge des einzelnen Kindes. Nur damit können wir überzeugen.“

Und damit es weiterhin geeignete Lehrer für diese besonderen Schüler gibt, war es Bestle bereits 1989 wichtig, das schwäbische Studienseminar für Geistigbehindertenpädagogik in Ursberg zu etablieren. Seitdem gingen und gehen von hier viele Impulse für die pädagogische Begleitung von Kindern mit geistiger Behinderung aus. Ebenso entscheidend für die Betreuung und Förderung der Schüler war unter seiner Regie der Ausbau der Heilpädagogischen Tagesstätte, die heute in 18 Gruppen auf ganz Ursberg verteilt ist und Hausaufgabenbetreuung und Freizeitgestaltung bietet. Da das Förderzentrum auch schwerstbehinderte, oft auch sterbenskranke Kinder unterrichtet, die nicht ins Schulgebäude kommen können, kam die Schule eben ins Heilpädagogische Heim für Kinder und Jugendliche nach Ursberg. Hier wurde 1989 der Unterrichtsbetrieb im Haus St. Martin aufgenommen.

Beim Festakt zollte der Vorstandsvorsitzende und Geistliche Direktor des Dominikus-Ringeisen-Werks Walter Merkt seine Anerkennung für das Lebenswerk von Konrad Bestle: „Mit ihnen geht eine Ära zu Ende“, sagte er. „Sie haben diesen langen Zeitabschnitt positiv geprägt.“ „Jeder Schüler und Mitarbeiter hat bei dir ein Gesicht und einen Namen“, betonte Sr. M. Katharina Wildenauer CSJ, Generaloberin der St. Josefskongregation, die selbst viele Jahre unter Bestle Konrektorin des Förderzentrums war. „Du hast einen Blick für Menschen, denen nicht alles in den Schoß fällt“, sagte sie. Bestle habe sein Leben stets mit Menschen mit Behinderung geteilt. Wildenauer verwies zudem auf die vielen Initiativen, mit denen Bestle außerhalb des Unterrichts Akzente für eine inklusive Gesellschaft wie für eine inklusive Kirche setzte. So habe er Gottesdienste für Menschen mit schwerer Behinderung konzipiert. Diese Erlebnisgottesdienste seien die ersten dieser Art in Ursberg gewesen. Seitens der Schulbehörde zeichnete Regierungsschuldirektor Klaus-Peter Brünig den beruflichen Werdegang Bestles nach verlieh ihm die Versetzungsurkunde in den Ruhestand.

Konrad Bestle übergibt eine wohlbestellte Schule an seine Nachfolgerin Christiane Nerb. Er weiß, wie wichtig ein Team hinter dem Schulleitung ist und verweist bescheiden auf sein Kollegium: „Ich habe so manche Lorbeere bekommen, die sie errungen haben.“ Was er im Ruhestand macht? „Keine Ahnung“, lautet seine Antwort. Den Reparaturstau am Haus auflösen vielleicht. Aber auch mehr Zeit mit seiner Familie und seiner Frau Hermine verbringen. „Die mussten die letzten 40 Jahre sehr oft zurückstecken.“

Das Private Förderzentrum mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung in Ursberg beschult 236 Schüler in 29 Schulklassen. 22 Kinder besuchen die schulvorbereitende Einrichtung (SVE) mit drei Gruppen. Schulträger ist das Dominikus-Ringeisen-Werk.
Die Nachfolge von Konrad Bestle als Schulleitung übernimmt Sonderschulrektorin Christiane Nerb. Sie leitete zuletzt 17 Jahre lang die Elisabethschule der Lebenshilfe in Aichach. Die Leitung der Tagesstätte Ursberg hat im Januar 2019 Susanne Drexel übernommen.

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