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Kinder ließen sich von der Magie der Farben mitreißen

Der Maler Wim Wisman hatte eigentlich nur einige Stunden Kunstunterricht am Sonderpädagogischen Förderzentrum in Ursberg geplant. Daraus wurde ein ganzes Jahr, weil seine Schüler so begeistert waren – von ihm und von der Malerei

Zum Foto (DRW/Liesenfeld): Stolz präsentierten die Schüler des SFZ Ursberg ihren Gemäldezyklus „Frühling, Sommer, Herbst und Winter“, den sie zusammen mit dem Künstler Wim Wisman erarbeitet hatten.

U r s b e r g / 04. Juli 2019 – Wie kann man mit lediglich nur drei Farben gelb, blau und rot auskommen, wenn man eigentlich mit vielen Farben malen will? Welche Farben widmet man den Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter? Für die Schülerinnen und Schüler der 4b am Sonderpädagogischen Förderzentrum Ursberg (SFZ) waren das allesamt ungewöhnliche Fragen, die ihnen der neue Kunstlehrer mit dem holländischen Akzent eines Tages im Unterricht stellte. Doch der Maler und Bildhauer Wim Wisman wollte viel mehr, als nur Wissen vermitteln. Er zielte auf eine persönliche Erfahrung der Schüler ab. „Die Kinder sollten die Möglichkeit bekommen, ihre emotionale Seite ohne Leistungsdruck auszuleben“, beschrieb er das Lernziel. Die Kunst und seine unkonventionelle Art, mit den Kindern umzugehen, bauten schnell eine Brücke in die gemeinsame Welt der Farben und der Malerei. „Für mich ist es ein Glück, dass ich mit den Kindern dieses Projekt machen konnte“, sagte Wisman bei der Enthüllung von vier großformatigen Bildern beim Sommerfest der Schule. Die beeindruckenden Werke, die die vier Jahreszeiten darstellen, schmücken jetzt den Tagesraum der Schule.

Grundfarben mischen, ihre Wirkung ausprobieren, der Fantasie beim Zeichnen und Malen freien Lauf lassen: Das war der Stoff des Kunstunterrichts der Klasse 4b in diesem Schuljahr. Ein Experiment, das zum nachhaltigen Erlebnis für die Schüler werden sollte und bei den Kindern helle Begeisterung auslöste. „Was ich nie gedacht hätte: Die Schüler waren so fasziniert von der Magie der Farben, dass bald keiner mehr ans Aufhören dachte“, berichtete die vom Erfolg überwältigte Klassenlehrerin Astrid Bauer. Sie hatte Wim Wisman bei einer Vernissage kennengelernt und ihn spontan gefragt, ob er nicht in ihre Klasse kommen wolle. „Zunächst hatten wir lediglich drei bis vier Doppelstunden geplant“, sagte Bauer. „Daraus wurde dann ein ganzes Schuljahr.“ Wim Wisman verstand es, das Kunstprojekt zum Projekt der Kinder zu machen. Dabei verzichtete er sogar auf ein Honorar.

Zusammen mit den Kindern wurde ein Konzept entwickelt und im Laufe der Zeit immer wieder ihren Bedürfnissen angepasst. Jeder einzelne Schüler hat sich auf dieser Weise künstlerisch auf den Bildern verewigt. Jedes Gemälde besteht aus ganz unterschiedlichen, individuellen Kunstwerken, die – einer Collage ähnlich – zusammengenommen einen Gesamteindruck beim Betrachter wecken. „Wim Wisman gelang es mit seiner lockeren, aber auch konsequenten Art, mit viel Einfühlungsvermögen und Beobachtungsgabe, die Schüler ein ganzes Jahr lang bei der Stange zu halten und sie zu begeistern, bis dieses Gemeinschaftswerk fertig war“, sagte die stolze Klassenlehrerin im Beisein der Eltern. Ausdruck für die innige Beziehung zu ihrem liebgewonnenen und ungewöhnlichen Kunstlehrer war ein Anspiel der 4b: Sehr unterhaltsam und für die Zuschauer höchst amüsant spielten die Schüler eine typische Unterrichtsszene mit Wim Wisman anhand gereimter Dialoge nach. Anschließend war es ebenfalls den Schülern vorbehalten, voller Stolz ihre vier Bilder zu enthüllen.

Mehr zum Sonderpädagogischen Förderzentrum unter www.sfz-ursberg.de/

 

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