Dominikus-Ringeisen-Werk
Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen

Sie befinden sich hier: Aktuelles »


Seitennavigation

Navigation überspringen

Generische Inhalte

Teaser Inhalte

Hauptinhalte

Suche

Unterinhalte


Inhalt der aktuellen Seite

Veranstaltungen

27.09.2019: Offenes Singen in Ursberg
» mehr

25.10.2019: Offenes Singen in Ursberg
» mehr

Schnell und sicher online spenden!
Folgen Sie uns auf Facebook!
Folgen Sie uns auf Instagram!
Folgen Sie uns auf Youtube!
Melden Sie sich für unseren Newsletter an!




Ursberger Laden

Anzünder für Kamin und Grill

Dieser Anzünder ist für jeden Kaminofen geeignet. Sie benötigen kein Anmachholz. Mühevolles klein...

» mehr

Künftige Lebensmittelversorgung: Moderner, frischer, wettbewerbsfähiger

Das Dominikus-Ringeisen-Werk investiert in Zentralküche und Zentrallager am Standort Ursberg. Die Ursberger Klosterbäckerei hingegen stellt im Mai ihren Betrieb ein.

Im Ursberger Versorgungszentrum sind derzeit die Zentralküche, die Klosterbäckerei und das Zentrallager untergebracht.

U r s b e r g / 19. März 2019 – Um seine Lebensmittelversorgung zukunftsfähig zu machen, wird das Dominikus-Ringeisen-Werk (DRW) ab 2019 rund 5,5 Mio. Euro in die Sanierung von Zentralküche und Zentrallager am Standort Ursberg investieren. „Die Zentralküche erfüllt eine elementar wichtige Aufgabe für die Menschen, die bei uns leben und arbeiten. Sie ist in einem hohen Maß mitverantwortlich für Wohlbefinden und Lebensqualität in den vielen Einrichtungen, die sie versorgt“, sagt der stellvertretende DRW-Vorstandsvorsitzende Michael Winter. Nach fast 30 Jahren Betrieb gibt es jedoch erheblichen Sanierungsbedarf. „Für uns ist klar, dass wir auf der gegenwärtigen technischen und baulichen Grundlage dieses Qualitätsversprechen nicht halten können“, begründet Winter die Entscheidung. Die Ursberger Klosterbäckerei, die neben Zentralküche und Zentrallager ebenfalls Teil des Versorgungszentrums am größten DRW-Standort ist, stellt hingegen im Mai dieses Jahres ihren Betrieb ein. Zur Begründung heißt es, sie könne sich auf Dauer wirtschaftlich nicht halten. Die neun betroffenen Mitarbeiter haben vom Träger u.a. das Angebot der finanziellen Unterstützung bei Umschulungsmaßnahmen erhalten. Nach einer entsprechenden Weiterbildung bestehen für sie gute Chancen, beispielsweise in die Pflegebereiche des DRW wechseln zu können.

Die Zentralküche beliefert täglich Wohneinheiten des DRW in einem Radius von Thannhausen, Neuburg an der Kammel und Krumbach bis nach Pfaffenhausen im Unterallgäu samt den Kantinen der DRW-Werkstätten für Menschen mit Behinderung. Dazu kommen die Ursberger Förderzentren, die Tagesstätten, die offene Ganztagesschule an der Grundschule in Krumbach, die Sozialstation Thannhausen und eine weitere Firmenkantine. Das entspricht rund 1.500 Kunden pro Tag. Trotzdem stand der Vorstand des DRW vor der Entscheidung, die Zentralküche entweder zu schließen und die Essensversorgung extern zu vergeben oder sie unter anderen Vorzeichen weiterzuführen. „Wir haben uns für eine Sanierung und Neuausrichtung der Zentralküche und unseres Zentrallagers entschieden, um beide für die Zukunft wettbewerbsfähig zu machen“, so Michael Winter.

Beteiligung von Klienten und Mitarbeitern

An der Neuausrichtung der Lebensmittelversorgung haben sich sowohl Menschen mit Behinderung, Mitarbeitende der Wohneinrichtungen als auch das Personal des Versorgungszentrums beteiligt. „Die sehr engagierte Beteiligung zeigt, wie wichtig dieses Thema für die Menschen an unseren Standorten ist“, sagt Michael Winter. Ausdrücklicher Wunsch dieser Zielgruppen war es, regionale, frische Lebensmittel auf kurzen Wegen und mit möglichst wenig Verpackungsmaterial zu bekommen. Insbesondere Tiefkühlware oder in Alu verpacktes Essen sei deutlich abgelehnt worden. Ebenso sei der Wunsch nach Menüs, die noch besser auf die individuellen Wünsche und gesundheitlichen Anforderungen der Kunden zugeschnitten seien, deutlich artikuliert worden. Eine moderne Just-in-time-Lagerhaltung und ein App-gestütztes Bestell- und Logistiksystem sind ebenso Bestandteile der Modernisierungsmaßnahme. Die neue Zentralküche wird im Umkreis von mehr 50 Kilometern ausliefern können und schafft sich auf diese Weise zusätzliche Kapazitäten für neue Kunden außerhalb des DRW. In der Zentralküche arbeiten insgesamt 35 Personen in Voll- und Teilzeit, darunter neun Menschen mit Behinderung im Rahmen eines Werkstattarbeitsplatzes.

Schließung der Klosterbäckerei erfolgte „sehr schweren Herzens“

Die Ursberger Klosterbäckerei im Mai zu schließen war laut Michael Winter vor allem wegen der betroffenen Mitarbeiter eine Entscheidung, die von den Verantwortlichen nur sehr schweren Herzens getroffen worden sei. Hinzu komme, dass man es mit einer traditionsreichen Marke zu tun habe. Die Zukunftsaussichten der Branche, nachlassende Nachfrage sowie die Kostenstruktur der Bäckerei hätten die Entscheidung allerdings nahegelegt. Ein betriebswirtschaftlich sinnvoller Weiterbetrieb wäre so nicht in Sicht gekommen. „Wir haben die Mitarbeiter Anfang März auf einer Betriebsversammlung informiert und die Gründe für die Betriebsschließung dargelegt. Gleichzeitig haben wir ein umfangreiches Beratungs- und Unterstützungsangebot für die Mitarbeiter vorgelegt, das sofort greift.“ Laut Winter hätte es alleine für die Bäckerei Investitionen im hohen sechsstelligen Bereich bedurft, um sie technisch auf Stand zu bringen. „Unsere Bäckerei ist damit leider auch vom Trend betroffen, dass sich kleine Bäckereien nicht mehr halten können.“
Den neun Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Backstube seien Angebote zur Weiterbildung an den Ursberger Fachschulen, an anderen Stellen im DRW sowie faire Abfindungsangebote unterbreitet worden. „Wir danken dem Team sehr für seine engagierte Arbeit. Für Einzelgespräche zu neuen beruflichen Perspektiven im DRW stehen Fachberater und Personalwesen auch kurzfristig gerne zur Verfügung“, so der stellvertretende Vorstandsvorsitzende.

Sortiment wird neu aufgestellt

Die Versorgung der DRW-Einrichtungen mit Backwaren ist auch künftig gesichert. Der Ursberger Laden und die Bäckereifiliale in Krumbach bleiben bestehen. Bereits in der Vergangenheit arbeitete die Bäckerei mit externen Partnern zusammen. Diese Zusammenarbeit wird nun ausgeweitet. Im Ursberger Laden und in der Bäckereifiliale in Krumbach soll das Produktangebot zudem mit Bioprodukten aus der Region, Pfisterprodukten und Backprodukten von Klöstern aufgewertet werden. Zusätzlich ist in Krumbach angedacht, die Palette von Eigenprodukten aus Werk- und Förderstätten zu stärken, z.B. mit Pestos aus der Ursberger Klostergärtnerei und Marmeladen aus der Lehrküche des Berufsbildungswerks sowie aus den Förderstätten. Freilich muss dann auch der Name des Krumbacher Geschäfts geändert werden, der jetzt noch „Ursberger Klosterbäckerei“ lautet. Wie die Filiale künftig heißen wird, wird jedoch ebenso wie seine strategische Ausrichtung erst in den kommenden Wochen festgelegt.

Das Dominikus-Ringeisen-Werk

In den bayerischen Regierungsbezirken Schwaben, Unterfranken und Oberbayern an über 30 Standorten begleitet das Dominikus-Ringeisen-Werk zurzeit rund 5.000 Menschen mit einer geistigen oder körperlichen Behinderung, mit Lernbehinderungen, mit mehrfachen Behinderungen, mit Sinnesbehinderungen, Autismus, erworbenen Hirnschädigungen, psychischen Erkrankungen und Menschen im Alter. Am Standort Ursberg, dem Stammsitz der kirchlichen Stiftung, leben ca. 900 Menschen mit Behinderung. Rund 4.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind für das Dominikus-Ringeisen-Werk tätig. Mehr unter www.drw.de.

<- Zurück zu: Pressemitteilungen