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Ein ganz besonderer Kindergarten

In der Schulvorbereitenden Einrichtung „Marie Therese“ in Balzhausen bekommt jedes Kind einen eigenen Förderplan

Zum Bild (DRW/Markus Landherr): „Unser Ziel ist es, Kinder spielerisch bestmöglich zu fördern“: SVE-Leiterin Diana Frick zusammen mit Aaron und Muhanned (v. l.).

B a l z h a u s e n / 02. Mai 2018 – Mittlerweile 14 Jahre ist es her, dass in der alten Schule in Balzhausen wieder Leben eingekehrt ist. Nach längerem Leerstand und einer aufwendigen Sanierung vermietete die Gemeinde das Gebäude an die Schulvorbereitende Einrichtung (SVE) „Marie Therese“ des Dominikus-Ringeisen-Werks (DRW). Bürgermeister Daniel Mayer ist froh, dass mit dem Einzug der SVE das Gebäude wieder einer sinnvollen Nutzung zugeführt werden konnte. Die Einrichtung sieht er als gute Ergänzung der Angebote für Kinder in der Gemeinde.

Diana Frick ist Studienrätin im Förderschuldienst und leitet seit vier Jahren die SVE. Als Förderkindergarten begleitet diese besondere Schulvorbereitung Kinder zwischen drei und sechs Jahren. Voraussetzung für eine Aufnahme ist ein sonderpädagogischer Förderbedarf. „Wir begleiten zum Beispiel Kinder mit Entwicklungsverzögerungen oder Sprachentwicklungsstörungen. Der Förderbedarf wird meist vom Kinderarzt festgestellt“, erklärt Diana Frick. Der Förderschwerpunkt der SVE „Marie Therese“ liegt dabei auf Lernen, Sprache und Verhalten. Daneben bietet das Dominikus-Ringeisen-Werk am Standort Ursberg mit zwei weiteren schulvorbereitenden Einrichtungen auch eine Betreuungsmöglichkeit für Kinder mit kognitivem Unterstützungsbedarf und für Kinder mit Hörschwierigkeiten an.

„Unser größter Unterschied gegenüber einem regulären Kindergarten ist unsere kleine Gruppengröße“, so Frick. In der SVE werden zwischen zehn und zwölf Kinder in einer Gruppe betreut. Jedes Kind erhält einen individuellen Förderplan. „Das ist sozusagen ein Fahrplan für die Vorbereitung auf die Einschulung“, erläutert Frick. „Unser Ziel ist, Kinder so weit zu fördern, dass sie zur Schule gehen können.“ Dennoch merkt Diana Frick, dass viele Eltern zunächst befürchten, ihr Kind könnte mit dem Besuch der SVE in eine Schublade gesteckt werden.

Dabei ist offen, auf welche Schule die Kinder nach dem SVE-Besuch wechseln. „Das kann eine Regelgrundschule oder auch ein Förderzentrum sein. Diese Entscheidung treffen letztendlich die Eltern“, so Frick. Die Mitarbeiter der SVE stehen bei dieser Entscheidung natürlich als Berater zur Verfügung.

Auch Jürgen Morgenroth hatte zu Beginn Sorge, dass seinem Sohn Aaron mit dem Besuch der SVE ein Stempel aufgedrückt werden könnte. „Diese Angst hat sich aber schnell zerschlagen“, sagt der Vater heute. Mittlerweile haben mit Aaron drei seiner Kinder die SVE besucht. Jürgen Morgenroth ist vom Konzept der Einrichtung überzeugt: „Die überschaubare Gruppengröße sorgt für Ruhe und Struktur im Alltag und ein individueller Förderplan zielt genau auf die Bedürfnisse meines Sohnes ab.“ Für Aaron, der sich mit dem Sprechen schwer tut, bietet die SVE ideale Bedingungen und er hat bereits große Fortschritte gemacht. Unterstützung bietet Aaron und den anderen Kindern zudem die enge Zusammenarbeit mit Kinderärzten, Psychologen, Ergo-, Logo- und Physiotherapeuten. Diese begleiten die Kinder auch vor Ort in der SVE.

Die Besuchsdauer in der SVE ist flexibel. Diana Frick berichtet von Kindern, die nach ein oder zwei Jahren in einen regulären Kindergarten wechseln, weil sie ihr Förderziel erreicht haben. „Die Entwicklungen und Fortschritte unserer Kinder zu sehen, sind für mich die schönsten Momente meiner Arbeit“, sagt Diana Frick und widmet sich wieder Aaron und seinem Freund Muhanned, die gerade begeistert in der Bauecke spielen.

Mit drei unterschiedlichen Förderschwerpunkten bieten die Schulvorbereitenden Einrichtungen des Dominikus-Ringeisen-Werks (DRW) in Balzhausen und Ursberg ideale Möglichkeiten für Kinder mit Förderbedarf. Die Einrichtungen sind an die jeweiligen Förderschulen angeschlossen. Der Bezirk Schwaben übernimmt ab zwei Kilometern Entfernung einen kostenlosten Bustransfer von Haustür zu Haustür. Die Gebühren für den SVE-Besuch, derzeit 50 Euro pro Monat, können im Bedarfsfall vom Landratsamt übernommen werden. Informationen zum Förderschulangebot des DRW gibt es auf www.drw.de/schulen

 

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