Dominikus-Ringeisen-Werk
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„Die Frage nach den Kosten ist nicht erlaubt“

Bayerischer Landtag und Stiftung Bayerische Gedenkstätten erinnern in Ursberg an die Opfer der Euthanasie

Kranzniederlegung am Ursberger Euthanasie-Mahnmal (Bild: Rolf Poss/Bayerischer Landtag)
Die Hauptansprache hielt der gebürtige Ursberger Dr. Theo Waigel (Bild: Georg Drexel)

Zum Internationalen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar gedachten der Bayerische Landtag und die Stiftung Bayerische Gedenkstätten im Dominikus-Ringeisen-Werk in Ursberg der Menschen, die während der Terrorherrschaft der Nationalsozialisten ausgegrenzt, verfolgt und ermordet wurden. Der Focus lag in diesem Jahr auf den Opfern des sogenannten Euthanasieprogramms, das in Europa zwischen 1939 und 1945 rund 300 000 Menschen mit körperlichen und psychischen Behinderungen das Leben kostete.

Im Vorfeld des Gedenkakts legten der Bayerische Landtag, die Stiftung Bayerische Gedenkstätten, das Comité International de Dachau sowie das Dominikus-Ringeisen-Werk, die St. Josefskongregation und die Gemeinde Ursberg Kränze am Ursberger Euthanasie-Mahnmal nieder. Für das Comité international de Dachau die beiden Holocaust-Überlebenden Abba Naor und Ernst Grube nach Ursberg gekommen.

Landtagspräsidentin Barbara Stamm betonte beim anschließenden Festakt, die Erinnerung an Vergangenes sei immer auch Auftrag für die Zukunft. „Wir dürfen in der Sorge und in der Betreuung von Menschen mit Handicap nicht fragen, was sie uns kosten dürfen. Diese Frage ist nicht erlaubt. Sondern wir müssen ihre Würde gewährleisten, uns darüber freuen, dass es sie gibt, dass sie einzigartig sind und sie alle sichtbar in die Mitte unserer Gesellschaft stellen.“

Auch Karl Freller mahnte an: „Es gehört zu unserer Staatsräson, uns mit unserer Vergangenheit auseinander zu setzen und Verantwortung für die Verbrechen im Nationalsozialismus zu übernehmen. Verantwortung ist nicht gleich Schuld. Schuld haben all jene, die damals gewissenlos handelten. Verantwortung haben alle Mitglieder einer Gesellschaft.“

Neben Barbara Stamm und Karl Freller, sprachen auch Innenminister Joachim Herrmann und Kathrin Sonnenholzner, Vorsitzende des Gesundheitsausschusses des Bayerischen Landtags. Die Hauptansprache übernahm in diesem Jahr der gebürtige Ursberger Dr. Theo Waigel, Bundesminister a.D. Er erinnerte sich an seine Schulzeit, in der die Mordaktionen auch noch Jahre nach Kriegsende nicht thematisiert wurden. Sichtlich bewegt berichtete er vom Schicksal der Ursberger Euthanasie-Opfer: „Die Schilderungen vom Abschied derer, die dann in grauen Bussen an ihre Bestimmungsorte transportiert wurden, sind so erschütternd, dass einem beim Lesen fast das Herz bricht.“

Musikalisch begleitet wurde der Gedenkakt von der Ursberger Band Rempac die mit dem selbstkomponierten Inklusionssong „Ich will leben wie Du“ einen musikalischen Akzent setzte. Der Ursberger Gebärdenchor interpretierte zusammen mit dem Vokal- und Bläserensemble des Ringeisen-Gymnasiums das Bonhoeffer Lied „Von guten Mächten“ von Dietrich Bonhoeffer.

Ausführliche Informationen zum Thema bietet unsere Extra-Ausgabe unseres Newsletters: Extra-Newsletter Januar 2018.

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