Dominikus-Ringeisen-Werk
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Ausbildung schafft Zukunft

Ursberger Berufsbildungswerk präsentiert seine Vielfalt

Zahlreiche Ehrengäste waren auch heuer wieder in Ursberg
Irene Stürze, Agentur für Arbeit, Bundestagsabgeordneter Herbert Woerlein, stellvertretende Landrätin Monika Wiesmüller-Schwab und Auszubildende Scarlett Schneller in der Raumausstattung
Groß war der Andrang auch in der Schreinerei
Die gute Witterung ließ auch das Pflastern leicht von der Hand gehen

Schon traditionell öffnet das Berufsbildungswerk Ursberg jedes Jahr im April seine Türen. Und so konnten sich gestern zahlreiche Besucher über die Angebote und die Leistungsfähigkeit der Handwerksbetriebe und deren Auszubildenden informieren. Die Qualität der ausgestellten Produkte machte deutlich, dass bereits in der Ausbildung großer Wert auf ein hohes Leistungsniveau gelegt wird. Zahlreiche Ehrengäste ließen es sich auch diesmal nicht nehmen und kamen nach Ursberg. Allen voran Bundestagsabgeordneter Georg Nüsslein, den der stellvertretende Vorsitzende des Dominikus-Ringeisen-Werks, Hans-Dieter Srownal, schmunzelnd schon als „Dauergast“ bezeichnete, was den Tag der offenen Tür betreffe. Daneben überzeugten sich auch Bundestagsabgeordneter Karl-Heinz Brunner, die Landtagsabgeordneten Alfred Sauter, Bernhard Pohl und Herbert Woerlein, die stellvertretende Landrätin Monika Wiesmüller-Schwab sowie der Bürgermeister der Gemeinde Ursberg, Peter Walburger von den vielfältigen Angeboten des Berufsbildungswerks. Irene Stürze, von der Agentur für Arbeit Donauwörth, sprach in ihrem Grußwort die Wichtigkeit beruflicher Bildung für ein selbstbestimmtes Leben an. Die Grundlage dafür lege das Berufsbildungswerk Ursberg in enger Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit indem Jugendliche mit besonderem Förderbedarf auf den Einstieg ins Berufsleben vorbereitet werden. Die Verschiedenheit der jungen Menschen sehe sie als Chance und Bereicherung. Der Umgang damit lasse die Qualität einer Gesellschaft erkennen. Auch Georg Nüsslein sprach die Notwendigkeit beruflicher Qualifizierung an. Die Auszubildenden kämen so auf einen guten Weg. Menschen dahingehend zu fördern sehe er als Kerngeschäft der Agentur für Arbeit. Hans-Dieter Srownal gab einen kurzen Überblick über die geschichtliche Entwicklung des Berufsbildungswerks das letztendlich aus den, bereits Ende des 19. Jahrhunderts von Dominikus Ringeisen gegründeten Handwerksbetrieben hervorging. Als sich in den 1970er Jahren die gesetzlichen Rahmenbedingungen für entsprechende Ausbildungseinrichtungen entwickelt haben, konnte das Berufsbildungswerk in die bestehenden Strukturen des Dominikus-Ringeisen-Werks implementiert werden. Letztendlich sei der hohe Praxisbezug durch die vor Ort ansässigen Handwerksbetriebe auch ein Alleinstellungsmerkmal des Ursberger Berufsbildungswerks. Nichts desto trotz werde die Finanzierung der Angebote immer schwieriger. „Auf gut Deutsch gesagt, zahlen wir bei der Ausbildung hier in Ursberg drauf“ sagte Srownal und richtete einen Appell in Richtung der Agentur für Arbeit, hier gemeinsam an einer Verbesserung der finanziellen Situation zu arbeiten.

Vom hohen Praxisbezug der Ausbildung konnten sich die Gäste beim anschließenden Rundgang dann selbst überzeugen. Unter dem Motto „Das Leben ist bunt“ hatten die Auszubildenden in den 12 Ausbildungsbetrieben jeweils unterschiedliche Projekte geplant und demonstrierten diese zum Tag der offenen Tür. Welches Potential beispielsweise Beton als Dekoartikel hat, konnte man im Baubetrieb bewundern. Diesbezüglich ließen auch die Metallbauer keine Wünsche offen und beschenkten die Besucher mit selbstgemachten Metallherzen.

Aktuell erlernen 130 Jugendliche in Ursberg einen von über 20 Ausbildungsberufen. Neben der Vollausbildung ist dabei auch eine in den Theorieeinheiten reduzierte Werker– beziehungsweise Fachpraktikerausbildung möglich. Die berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BvB) bietet darüber hinaus die Möglichkeit, sich mit verschiedenen Berufsbildern vertraut zu machen, bevor dann die Ausbildung begonnen wird. Neben den Ausbildern, die sich im Betrieb für die Lehrlinge verantwortlich zeichnen, stehen die Lehrkräfte der Berufsschule sowie Sozialpädagogen, ein Psychologe und eine Lernbegleitung im Berufsbildungswerk für die Jugendlichen zur Verfügung. Eine große Rolle spielen neben den fachlichen Kompetenzen auch die Vermittlung von sozialen Fähigkeiten sowie ein hoher Praxisbezug. Diesen erhalten die Auszubildenden vor allem in ihrem jeweiligen Handwerksbetrieb. Von Anfang an sind sie dort in den normalen Arbeitsablauf des Betriebs eingebunden und arbeiten bei Kundenaufträgen mit. Die Mitarbeiter des Berufsbildungswerks selbst unterstützen die Jugendlichen unter anderem mit Bewerbungstrainings, dem Erstellen von Bewerbungsmappen oder der Suche nach einer Praktikums- oder Arbeitsstelle. Das oberste Ziel ist die Vermittlung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt. Und dies gelingt in den allermeisten Fällen: Rund 60-70 Prozent der Auszubildenden, in manchen Berufen auch über 90 Prozent, bekommen nach der Ausbildung in Ursberg eine Arbeitsstelle. (ml)

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