Dominikus-Ringeisen-Werk
Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen

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Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit vereinen

Positive Energiebilanz des Dominikus-Ringeisen-Werks

Sorgen für die richtige „Power“: Betriebsleiter Thomas Roth (l.)und Markus Naß vor dem neuen Kesselhaus der Biomasseheizung des Heizkraftwerks in Ursberg

Rund 1.000 Menschen mit Behinderungen leben aktuell im Dominikus-Ringeisen-Werk in Ursberg. Dazu kommen täglich zahlreiche Menschen, die beispielsweise dort arbeiten, zur Schule gehen. Rund 4.000 Menschen sind es so, die an einem durchschnittlichen Werktag vor Ort sind. „Da steckt eine ganze Menge Power drin“, sagt Markus Naß und meint das ziemlich wörtlich. Als Leiter der Abteilung Energie und Technik sorgt er dafür, dass überall da Strom und warmes Wasser ankommen wo sie benötigt werden. „Neben der klassischen Heizungswärme sorgen wir auch beim Warmwasser und beim elektrischen Strom dafür, dass der Bedarf jederzeit gedeckt ist.“ Und der ist enorm. Alle zwei Tage müsste ein Tanklastzug 30.000 Liter Heizöl anliefern, um die Energieversorgung für die Einrichtung sicherstellen zu können. „Das wäre ein enormer Aufwand und nicht besonders umweltfreundlich“, sagt Naß. Seit vielen Jahren arbeiten er und seine Mitarbeiter deshalb daran, im Dominikus-Ringeisen-Werk Energie einzusparen. Sie versuchen Emissionen zu reduzieren und dabei gleichzeitig auch Kosten zu senken. Mit Erfolg: Von 1998 bis heute konnten die CO2 Emissionen um 44 % reduziert werden. Erreicht wird dies durch den Einsatz von effizienterer Technik und der Nutzung von alternativen Energieformen. So wird seit Jahrzehnten der Heizölverbrauch zugunsten von Erdgas reduziert. Das alte Dampfnetz aus den 1950er Jahren wurde durch ein effizientes Fernwärmenetz ersetzt und Strom entsteht durch den Einsatz von modernen Blockheizkraftwerken. „Gerade bei unserer Stromproduktion haben wir einen sehr hohen Wirkungsgrad. Die Blockheizkraftwerke werden mit Erdgas betrieben. Die dabei entstehende Abwärme wird für die Beheizung der Gebäude genutzt. Am Ende haben wir elektrische und thermische Energie mit sehr geringen Verlusten.“ Das führt dazu, dass jede in Ursberg und auch an anderen Standorten des Dominikus-Ringeisen-Werks erzeugte Kilowattstunde Strom rund 70 % weniger CO2 produziert als der übliche Strom aus der Steckdose. Daneben entsteht durch zwei Photovoltaik-Anlagen in Kloster Holzen und Ursberg sowie die beiden Ursberger Wasserkraftwerke Ökostrom. „Damit sind wir, was den Strombedarf anbelangt, fast autark und können Überschüsse ins öffentliche Netz einspeisen. Lediglich in Spitzenzeiten oder bei Störungen müssen wir elektrische Energie einkaufen“, sagt Naß. An drei Standorten betreibt das Dominikus-Ringeisen-Werk außerdem Biomasseheizungen. Die größte Anlage steht in Ursberg. Mit rund 2.000 kW Leistung sorgt sie in den energieintensiven Wintermonaten für zusätzliche Wärme. „Nachhaltig bedeutet aber nicht immer wirtschaftlich. Als großes Unternehmen müssen wir den Spagat zwischen den unternehmerischen Möglichkeiten und unserer sozialen und ökologischen Verantwortung schaffen“, sagt Naß. „Die CO2 Einsparungen und ein trotzdem sehr günstiger Wärmepreis zeigen aber, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“ Vermutlich ganz im Sinne von Maurus Gerle, dem Nachfolger des Einrichtungsgründers Dominikus Ringeisens, der bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Ursberg Wasserkraft zur Stromgewinnung nutzte.

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