Dominikus-Ringeisen-Werk
Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen

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Wunschbaumaktion: Krumbacher Rotarier unterstützen Menschen mit Behinderung

Es war ein riesen Erfolg!!!

„Gutes tun kann manchmal so einfach sein“

Kleine Geste, große Wirkung: Das war das Ziel der Wunschbaumaktion, die die Krumbacher Rotarier für Menschen mit Behinderungen durchführten. Dazu gab es beim Ursberger Adventszauber am letzten Novemberwochenende einen großen Wunschbaum, an dem Menschen mit Behinderungen aus dem Dominikus-Ringeisen-Werks ihre Wünsche im Wert von maximal 20 € aufhängen konnten. Jeder Besucher des Adventsmarktes konnte sich dort einen Wunsch aussuchen, um diesen erfüllen. Bis 6. Dezember können im Ursberger Laden die Geschenke dann abgegeben werden. Die Rotarier kümmern sich anschließend darum, dass jeder Wunsch zum richtigen Empfänger gelangt.

Für Eleonore Müller-Nyland, Präsidentin der Krumbacher Rotarier, ist es eine sinnstiftende Aktion: „Mit dem Wunschbaum helfen wir Menschen, die am Rand der Gesellschaft stehen. Wir setzen ein Zeichen für Mitmenschlichkeit und sorgen dafür, dass Menschen mit Behinderung merken: Da ist jemand, der an mich denkt.“ Müller-Nyland hatte viele Unterstützer, die ähnlich denken und Menschen mit Behinderungen eine Freude machen möchten denn: „Gutes tun kann manchmal so einfach sein. Mit einer kleinen Geste kann man bei dieser Aktion viel bewirken.“

Vom Kinogutschein bin hin zu selbst gestrickten Socken ...

In Ursberg, dem Hauptsitz des Dominikus-Ringeisen-Werks leben derzeit rund 900 Menschen mit Behinderungen. Darunter sind auch viele Menschen, deren finanzielle Mittel sehr begrenzt sind. Immer dann, wenn es um etwas Besonderes im Alltag geht, ist dieser Personenkreis auf Spenden angewiesen. „Viele Menschen mit Behinderungen leben auf Sozialhilfeniveau“, sagt Manuel Liesenfeld, Leiter des Referats Öffentlichkeitsarbeit im Dominikus-Ringeisen-Werk. „Oft bleiben daher leider auch kleine Wünsche unerfüllt. Wir freuen uns sehr darüber, dass die Rotarier mit der Wunschbaumaktion hier einen Akzent gesetzt haben. Vom Kinogutschein über DVDs bis hin zu selbstgestrickten Socken ist alles dabei,“ sagt Manuel Liesenfeld. Es war ein riesen Ansturm an Unterstützern. Wer einen Wunsch nicht selbst erfüllen konnte oder wollte, konnte auch als Wunschpate tätig werden. In diesem Fall konnte am Wunschbaum einfach eine Spende für ein Geschenk abgegeben werden. Die Rotarier kümmern sich dann um alles Weitere.

Alle geäußerten Wünsche waren am ersten Abend des Adventszaubers erfüllt. Noch am Samstagabend wurden die Ursberger Einrichtungen und Gruppen gebeten, am Sonntagmorgen weitere Wünsche direkt am Stand der Rotarier abzugeben. Und auch diese konnten erfüllt werden. HERZLICHEN DANK AN ALLE BETEILIGTEN!

Der Rotarier-Präsidentin Eleonore Müller-Nyland (Mitte) und ihrem Team, das während der beiden Markttage am Wunschbaum ihren Dienst verrichteten, wurde herzlich gedankt! Im Bild links Manuel Liesenfeld (Leiter Referat Öffentlichkeitsarbeit) und rechts Rosa-Maria Brückner (Spendenwesen).

Engel als Projekt-Botschafter

Viele Wünsche und Bedarfe aus den unterschiedlichsten Einrichtungen des Dominikus-Ringeisen-Werks kommen bei uns im Referat Öffentlichkeitsarbeit das ganze Jahr über an. Aber auch eine tolle Sachspende wurde kürzlich abgegeben: ein Herr aus der Region hat uns 50 Holzscheit-Engel kostenlos zur Verfügung gestellt hat. Diese bis dato schönen, aber "gesichtslosen" Himmelswesen waren Steilvorlage für diese Aktion: Engel als Projekt-Botschafter.

Beim Adventszauber wurden nun 9 Engel ausgestellt, die von den unterschiedlichsten Einrichtungen dekoriert und gestaltet wurden. Jeder Engel war ein Botschafter für ein Projekt oder einen Wunsch, den es zu erfüllen gilt.

Am Spendenstand - er war in der Alten Ökonomie im Empfangsraum (neben dem Bistro des Ursberger Ladens) zu finden - wurden die Kunstwerke samt Wunschbeschreibung ausgestellt. Die Besucherinnen und Besucher konnten mit einem Goldtaler, den sie zuvor gegen eine Geldspende umgetauscht haben, für den schönsten Engel oder das beste Projekt voten.

Die Engel sind angeflogen ...

... aus St. Franziskus und St. Martin:
Die beiden sammeln für das Auffüllen des "Zahn-Fonds". Viele Kinder und Jugendliche sind in kieferorthopädischer Behandlung und diese muss, bevor sie von den Krankenkassen zum größten Teil refinanziert werden, vorab bezahlt werden. Hier soll ein Fonds gebildet werden und mit der Rückerstattung der Kostensträger werden Kindern und Jugendlichen, die finanzielle Hilfe benötigen, Urlaube und Freizeiten ermöglicht.

... direkt aus einer Probe der Gruppe Rempac:
"Rempac", die Pop- und Rockband des Dominikus-Ringeisen-Werks, benötigt verschiedenes Equipment. Für neue Kabel und verschiedene Verstärker ist ein Betrag von ca. 1.500 Euro notwendig. Diese Summe zum größten Teil mit Spendengeldern zu finanzieren, das wäre der Traum der Bandmitglieder. Sie kennen diese legendäre Band nicht? In der Ausgabe 1/2017 unseres "Gemeinsam" ist ein Interview abgedruckt: lesen Sie hier!

... aus der Förderstätte in Ursberg:
Die Förderstätte in Ursberg wünscht sich I-Pads als Hilfsmittel zur Unterstützten Kommunikation. Zwei Geräte werden benötigt und kosten jeweils 800 Euro. Ein Drittel ist bereits durch Spendengelder gedeckt.

... aus der Abteilung Freizeit, Bildung und Kultur:
Von dieser Abteilung werden das ganze Jahr über verschiedene Kurse angeboten: Töpfern, Laubsägen, Malen, Musizieren oder auch Bowling. Möchten Sie besonders bedürftigen Klientinnen und Klienten die Teilnahme an diesen Freizeitaktivitäten ermöglichen?

... von den Ambulanten und Offenen Hilfen im Landkreis Unterallgäu und aus dem Ostallgäu:
Die Offenen Hilfen in diesen beiden Landkreisen möchten ihren oftmals bedürftigen Klienten verschiedene Freizeitaktivitäten ermöglichen. Dafür ist pro Jahr ein Betrag von 800 Euro notwendig.

... aus dem Reitstall in Ursberg:
Dieser Engel ist tierlieb. Seit November diesen Jahres wird wieder heilpädagogisches Reiten und heilpädagogische Begleitung rund ums Pferd angeboten. Auch weitere Angebote sind in Planung. Die Finanzierung dieser Angebote gestaltet sich jedoch schwierig. Die tiergestützte Arbeit wird nicht von Kostenträgern oder Krankenkassen finanziert. Die Arbeit mit Tieren ist aufwändig und mit Kosten und Zeit verbunden. Es müssen bestimmte Rahmenbedingungen geschaffen, um die tiergestützte Pädagogik zu ermöglichen. Viele Eltern wünschen sich ein tiergestütztes Angebot, können aber mit eigenen finanziellen Mitteln die Aufwandskosten nicht decken.

... aus Herretshofen, genauer aus dem Kinder- und Jugendhaus St. Therese:
In dieser Wohneinrichtung für Kinder und Jugendliche im Landkreis Unterallgäu steht ein Trampolin, das allerdings in die Jahre gekommen ist. Es ist verbogen, verschiedene Teile aus Kunststoff sind porös und so ist auch die Sicherheit beim Benutzen nicht mehr gegeben. Nach dem kommenden Winter darf dieses Gerät nicht mehr genutzt werden. Können wir bis zum Frühjahr mit Ihrer Hilfe ein Neues anschaffen? Mit Kosten von rund 1.400 Euro müssen wir rechnen; 200 Euro an Spendengeldern stehen uns bereits zur Verfügung.

... und ein Engel flog aus der Malerei an:
Es gibt zwar eine Küche und auch einen schönen, von den Auszubildenden gestalteten Aufenthaltsraum, jedoch keine Mikrowelle. Damit schnell ein warmes Essen gezaubert werden kann, sammelt dieser Engel dafür Spenden.

Und das Ergebnis dieser Voting-Aktion:

Platz 1
teilen sich die Engel aus der Förderstätte und aus der Abteilung Freizeit, Bildung und Kultur (jeweils 18,5 % der abgegebenen "Stimmen")

Platz 2
gehört den Einrichtungen St. Franziskus/St. Martin (15,2 %), die als großes Kinder- und Jugendheim mit zwei Engeln vertreten waren

Platz 3
geht an den Engel aus dem Reitstall (13 %)

Platz 4
belegt der weit angereiste Engel aus Herretshofen (10,9 %)

Platz 5
erspielte sich die Band Rempac (9,7 %)

Platz 6
gehört dem Ambulanten Engel aus dem Unterallgäu (8,7 %)

Platz 7
ist traurig: der Engel aus der Malerei hat ihn "erflogen" (5,4 %)

Die insgesamt knapp 300 Euro an Spenden werden prozentual an die Einrichtungen verteilt. Die Engel sollen versteigert werden und auch diese Einnahmen gehen zu 100 % an die jeweilige Einrichtung.

Herzlichen Dank an alle, die hier mitgemacht haben: ob als Gestalter oder Spender!