Dominikus-Ringeisen-Werk
Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen

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Für das Ringeisen-Werk begann neue Zeit

1996 übertrugen die Schwestern die Trägerschaft des Dominikus-Ringeisen-Werks einer kirchlichen Stiftung. Ein mutiger Schritt, der alles andere als leicht fiel.

Unterzeichnung des Dekrets zur Stiftungsgründung am 21. September 1995 von links: Prälat Eugen Kleindienst, damals Generalvikar im Bistum Augsburg, Monsgnore Johann Wagner, damals Geistlicher Direktor von St. Josefskongregation und Dominikus-Ringeisen-Werk, Dr. Viktor Josef Dammertz, damals Bischof von Augsburg, und Sr. M. Evangelista Höfer CSJ, damals als Generaloberin der St. Josefskongregation auch Leiterin des Dominikus-Ringeisen-Werkes.

Der 1. Januar 1996 war für das Dominikus-Ringeisen-Werk ein einschneidendes Datum. Der Tag markiert einerseits das Ende einer Ära und begründet gleichzeitig eine neue.

Bis Jahresende 1995 war die Schwesterngemeinschaft der St. Josefskongregation Träger der 1884 von Dominikus Ringeisen gegründeten Einrichtung für Menschen mit Behinderungen. In seinem Sinne hatten sie das Vermächtnis auch nach dem Tod des Gründervaters fortgeführt und weiterentwickelt. Die schlimmste Zeit erlebten sie während der Herrschaft der Nazis, als sie mitansehen mussten, wie 379 Menschen aus ihrer Einrichtung deportiert und getötet wurden.

In der Nachkriegszeit stellten sich die Schwestern nach diesem dunklen Kapitel neuen Herausforderungen. Es galt, das Ringeisen-Werk in die neue Zeit zu führen und weiterzuentwickeln. So initiierten sie unter anderem Mitte der 1960er Jahre die Generalsanierung, die erst 2005 abgeschlossen war und das Erscheinungsbild Ursbergs maßgeblich umgestaltete und noch heute prägt. Vor allem der Bau der Förderschulen und der Berufsschule sind damit verbundene, herausragende Projekte.

Schwestern definieren sich bis heute über das Ringeisen-Werk

Doch an anderer Front setzte eine Entwicklung der Schwesterngemeinschaft zu, die sich zwar nicht allein auf Ursberg beschränkte, die Arbeit in Ursberg aber immer mehr erschwerte. Der massive Rückgang der Schwesternzahlen und die zunehmende Überalterung erforderten ein Umdenken, sollte das von Dominikus Ringeisen gegründete Werk weiterhin überlebensfähig bleiben. Allein waren die Schwestern schlicht nicht mehr in der Lage, die Einrichtung zu tragen.

So entschlossen sie sich zu einem „mutigen und richtungsweisenden Schritt“, wie es Paul Steghöfer, Sprecher des Ringeisen-Werks formuliert, und übertrugen die Trägerschaft der kirchlichen Stiftung Dominikus-Ringeisen-Werk. Mutig deshalb, weil sich die Schwestern bis heute über das Werk Ringeisens definieren und gewissermaßen den Markenkern der St. Josefskongregation ausmacht. Außerdem würden die Schwestern mit der Übertragung an die Stiftung die absolute Verfügungsgewalt aus ihren Händen verlieren. Keine leichte Entscheidung.

Aber richtungsweisend, weil sie die Einrichtung durch diesen Schritt am Leben erhielten und ihr eine langfristige Zukunftsperspektive ermöglichten. Über den Stiftungsratsvorsitz ist die St. Josefskongregation auch heute noch maßgeblich an den großen Entscheidungen beteiligt, während die Tagesgeschäfte nun durch die Stiftung getragen werden, die am kommenden Mittwoch, 4. Mai, dem Todestag Dominikus Ringeisens, ihr 20-jähriges Bestehen feiert. Der Festakt beginnt um 9.30 Uhr mit einem Gottesdienst mit dem ehemaligen Bischof Dr. Viktor Josef Dammertz und Prälat Dr. Eugen Kleindienst in St. Florian. Im Rahmen der anschließenden Festveranstaltung werden die damals Verantwortlichen als Zeitzeugen über den Weg zur Stiftung sprechen.

Quelle: Mittelschwäbische Nachrichten vom 3. Mai 2016

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