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Extra-Newsletter Januar 2018


Liebe Abonnentinnen und Abonnenten,

wir freuen uns, dass Sie Interesse an unserem Newsletter haben. Diesen widmen wir aus gegebenem Anlass der Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus. Am 27. Januar findet jährlich der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust statt.

Auch für das Dominikus-Ringeisen-Werk ist diese Zeit ein dunkles Kapitel. In den Jahren 1940 und 1941 wurden 519 Menschen mit Behinderungen aus den Ursberger Einrichtungen von den Nationalsozialisten deportiert. 379 von ihnen kamen im Rahmen des Euthanasieprogramms "T4" gewaltsam zu Tode.

Der Bayerische Landtag und die Stiftung Bayerische Gedenkstätten gedenken jährlich an wechselnden Orten der Opfer des Nationalsozialismus. Der diesjährige Gedenkakt am Freitag, 26. Januar findet im Dominikus-Ringeisen-Werk in Ursberg statt.

Folgendes Programm ist geplant:

10 Uhr Kranzniederlegung im Klosterhof Ursberg (öffentlich)

11 Uhr Gedenkakt für die Opfer des Nationalsozialismus im Ringeisensaal des Ringeisen-Gymnasiums (für geladene Gäste)

Der Gedenkakt wird von 11 - 12.10 Uhr live im Bayerischen Fernsehen übertragen. Ferner berichtet das BR-Magazin "Kontrovers" am Mittwoch, 24. Januar um 21 Uhr zum Thema.

Am Sonntag, 28. Januar, findet außerdem um 14 Uhr im Abteigebäude in Maria Bildhausen einen Vortrag zum Thema „Aktion T4“ statt. Referent ist DRW-Einrichtungsleiter Peter Kapfer.

In unserem Newsletter berichten wir unter anderem über das Schicksal von Friedrich Seyfried, der im Alter von 19 Jahren ermordet wurde. Wir zeigen Ihnen, wie es soweit kommen konnte, dass die Nazis fast ungehindert einen Massenmord an Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen durchführen konnten. Außerdem erfahren Sie, wie die Schwestern der St. Josefskongregation versuchten, möglichst viele Leben zu retten und wie heute im Dominikus-Ringeisen-Werk an dieses dunkle Kapitel erinnert wird.

Für Anregungen und weitere Informationen erreichen Sie uns unter newsletter@drw.de.

Ihr Dominikus-Ringeisen-Werk



Teil 1: Das Schicksal von Friedrich Seyfried

Friedrich Seyfried, 19, ermordet von den Nationalsozialisten in Schloss Hartheim.

Es ist ein Strohhalm Hoffnung, an den sich Friedrich Seyfried im Juni 1941 klammert. Der 19-jährige, der nach einer Ohrenentzündung im Kindesalter taub ist, befindet sich zu dieser Zeit in der...

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Teil 2: Die Wurzeln des Euthanasieprogramms

Ringeisens Ziel war es, "Eine Stätte größtmöglicher menschlicher Barmherzigkeit" zu schaffen.

Im Jahr der Einrichtungsgründung 1884 durch Dominikus Ringeisen erschien Friedrich Nietzsches "Zarathustra". Diese Veröffentlichung erklärte hilfsbedürftige Menschen für wertlos. Sinn- und wertvoll...

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Teil 3: Der geplante Massenmord

Die grauen Busse fuhren die Menschen in den sicheren Tod.

Mit Kriegsbeginn am 1. September 1939 setzte ein Geheimerlass Adolf Hitlers die Mordmaschinerie endgültig in Gang:

"Reichsleiter Bouhler und Dr. med. Brandt sind unter Verantwortung beauftragt, die...

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Teil 4: Orte des Gedenkens und der Erinnerung

Seit 2004 erinnert das Euthanasiemahnmal im Ursberger Klosterhof an die Opfer des Terror-Regimes.

Die Erinnerung und das Bewusstsein an die Zeit des Nationalsozialismus sind es, die verhindern können, dass sich Ähnliches irgendwann wiederholt. Über wenige Jahrzehnte haben sich im ausgehenden...

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Weitergehende Literatur und Weblinks

Diverse Veröffentlichungen befassen sich mit dem Thema "Dominikus-Ringeisen-Werk und Euthanasie":

Immenkötter, Herbert (1992): Menschen aus unserer Mitte, Die Opfer von Zwangssterilisierung und...

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