Sie befinden sich hier: Privates Förderzentrum Förderschwerpunkt geistige Entwicklung » Schulleben » Archiv » Besuch im Zoo
Tiere hautnah erleben, wie sie wirklich sind, das konnte die Klasse 6a im Augsburger Zoo.
Nachdem wir im Unterricht schon seit einiger Zeit die verschiedenen Zootiere besprochen hatten, war es nun soweit: Wir fuhren in den Zoo.
Mit „Lizzy“, unserer Zooführerin, die uns am Eingang abholte, machten wir uns auf den Weg, den Tiergarten zu erkunden. Zu unserer großen Freude durften wir gleich das neue Gehege der Paviane anschauen. Diese witzigen Gesellen sind erst vor zwei Tagen auf das neue Gelände umgezogen, fühlten sich aber schon sehr wohl
Vorbei an den riesigen Löwen, die noch sehr müde waren, den Hyänen und den Geparden ging es in die Tropenhalle. Dort erklärte uns Lizzy die verschiedenen Papageienarten oder warum ein Löffler Löffler heißt, auch ein Chamäleon zeigte sie uns.
An den Pinguinen vorbei, bei denen gerade Großputz angesagt war, ging es nun zu unserem Höhepunkt. Wir durften mit dem Tierpfleger Peter zu den Seebären. Das große Becken, in dem die Seebären sich sonst immer rumtollten, hatten wir schon gesehen, wir durften aber nun hinter die Kulissen schauen. Der Tierpfleger ging mit uns in einen getrennten Bereich mit einem kleinen Schwimmbecken. Dort schwamm schon der Seebär „Bölle“, der auf uns wartete.
Nach Peters genauen Angaben musste wir uns als erstes unsere Hände waschen, den Sauberkeit und Hygiene ist auch bei den Seebären sehr wichtig. Nun durften wir uns um das kleine Becken setzen. Bölle war sehr aufgeregt. Einer nach dem anderen konnte nun zu Peter kommen und mit Bölle Kontakt aufnehmen. Wenn wir ihm die flache Hand langsam hingestreckt haben, berührte er unsere Handflächen mit seiner Schnauze. Streckten wir ihm unsere Backen hin, bekamen wir einen Kuss - das war eine sehr nasse Angelegenheit, aber lustig. Spreizten wir unseren Daumen und den Mittelfinger, so kam Bölle und öffnete seinen Mund .
Immer wenn Peter leise pfiff, ging der Seebär zurück, bekam ein kleines Stück Fisch in sein Becken geworfen und sprang wieder aus dem Wasser und dann konnte der nächste Schüler dran kommen.
Am Schluss durften wir alle Bölle noch füttern, er bekam von jedem von uns noch Fischstückchen, denn das ist ja die Lieblingsspeise der Seebären.
Nach soviel Aufregung hatten wir jetzt erst mal richtig Hunger und wir machten ausgiebig Brotzeit. Leider machte uns dann der Regen einen Strich durch die Rechnung und wir mussten die restlichen Tiere im Schnelldurchlauf anschauen.
Am Ende des Tages waren wir uns alle einig, dass dies ein ganz besonderer Zoobesuch war.
Sybille Kögler



