Sie befinden sich hier: Privates Förderzentrum Förderschwerpunkt geistige Entwicklung » Schulleben » Aktuelles » Eigentlich wollte ich fliegen
Erdgas Schwaben wurde 100 und spendete 50 Theateraufführungen für Schulen. Auch unsere Schule hat sich dafür beworben und eine Zusage für ein Stück des mobilen Kinder- und Jugendtheaters Eukitea aus Diedorf bekommen!
“Eigentlich wollte ich fliegen!“, so der Titel des Stücks, in dem es um Gewaltprävention an Schulen geht. Thomas hat ein großes Problem: Mitschüler Robert hat ihn nach der Schule bedroht. Er solle ihm zwei Euro geben. Robert würde ihm sonst den Finger abschneiden. Die Mutter von Thomas hat keine Zeit ihm zu zuhören und er bleibt allein mit seinen Ängsten.
Das Stück zeigt auch Robert daheim: er ist allein zu Hause, das Essen kommt aus der Mikrowelle und er vertreibt sich die Zeit mit Fernsehen und Videospielen. Die Hausaufgaben versteht er nicht und keiner hilft ihm.
Am Anfang stehen die Fragen „Was ist Gewalt?“ und „Wie vertritt man seine Interessen ohne selbst gewalttätig zu werden?“ Während des Stücks binden die Schauspieler die Schüler immer wieder in das Geschehen mit ein und suchen nach möglichen Lösungen. „Was könnte man mit Robert tun?“ „Er versteht Mathe nicht, wer hilft ihm?“
Mit dem fast kargen Bühnenbild und ihrem ausdrucksstarkem Spiel haben die Schauspieler es immer wieder verstanden die Aufmerksamkeit und das Interesse der Schüler zu wecken. Viele Situationen kennen sie aus ihrem Alltag und einige haben bereits Erfahrung mit Bedrohung oder auch Gewalt gemacht.
Thomas nimmt am Ende seinen ganzen Mut zusammen und geht zu Robert. Dort bemerkt er, wie alleine Robert ist und sie beschließen gemeinsam zu „fliegen“. Auch die Matheaufgaben haben sie zu zweit viel schneller erledigt als alleine.
Am Ende des Stücks haben die Schauspieler mit den Schülern erprobt, wie intensiv Nähe sein kann und wie viel Wärme diese Nähe geben kann.
Mit einem begeisterten Applaus wurden die Schauspieler von den Schülern verabschiedet.